Bezirksverband Wiesbaden-Limburg

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Unsere Termine (Stand  19.09.2021)

 

Jubilarehrung: Samstag, 25. September, 14 Uhr, Stadthalle Idstein

EINLADUNG zur Seniorenkonferenz im Bezirksverband Wiesbaden-Limburg 

Am 14.10.2021 um 10 Uhr im Büro der IG BAU Wiesbaden

Die Einladung gilt für alle Mitglieder älter als 55 Jahre im Bezirksverband Wiesbaden-Limburg. Wir bitten alle betroffenen Mitglieder an der Konferenz teilzunehmen! Nur so könnt Ihr die Seniorenpolitik im Bezirksverband mitgestalten und an der Neuwahl der Seniorenvorstände teilnehmen.

Wir freuen uns, wenn viele jüngere Senioren und Seniorinnen kandidieren. Dadurch können neue Ideen einfließen und der Fortbestand der Seniorenarbeit gesichert werden.

TAGESORDNUNG

  1. Bericht des amtierenden Seniorenvorstandes

1.a     Wahl Versammlungsleiter, Antragsberatungskommission, Wahlleiter

  1. Anträge zum Bezirksverbandstag und zur Bundesseniorenkonferenz 2022
  1. Neuwahlen des Vorstandes und der Delegierten

3.a     Wahl des Bezirksseniorenvorstandes

3.b     Wahl der Delegierten in den Bezirksbeirat

3.c     Wahl der Delegierten zur Bundesseniorenkonferenz

  1. Diskussion und Beschluss zur Gestaltung der künftigen Seniorenarbeit im BzV
  1. Meinungen und Anregungen zur IG BAU Gewerkschaftsarbeit allgemein
  1. Schlusswort des neuen Senioren-Vorsitzenden

Ihr seid herzlich willkommen!

 

Weitere Info über unsere IG BAU und den DGB: klicke am Seitenende auf die Symbole! 

 

 

Mitgliederbüro Wiesbaden

Salierstraße 25,

65189 Wiesbaden

Telefon: 0611/87023
Fax: 0611/87058
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Dienstag

08:30 Uhr bis 12:30 Uhr
13:30 Uhr bis 16:00 Uhr

Mittwoch

08:30 Uhr bis 12:30 Uhr

13:30 Uhr bis 16:00 Uhr

Donnerstag

08:30 Uhr bis 12:30 Uhr
13:30 Uhr bis 16:00 Uhr


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 Faire Arbeit

 

"Wohnen fängt beim Wählen an".

Wohnungen in Wiesbaden knapp – Mieten heben ab: In 6 Jahren um 15,3 Prozent gestiegen

IG BAU startet „Lockruf in die Wahlkabine“ per Film zum Thema Wohnen: „…iXen gehen!“

Das Wohnen fängt beim Wählen an: „Für die Mieten in Wiesbaden gibt es seit Jahren nur eine Richtung – nämlich immer nach oben“, sagt Karl-Heinz Michel.

Der Bezirksvorsitzende der IG BAU Wiesbaden-Limburg beruft sich dabei auf eine Mietpreis-Analyse des Pestel-Instituts. Im Fokus der Untersuchung steht der Anstieg der Kosten fürs Wohnen, die der Staat übernimmt, wenn Haushalte auf Hartz IV angewiesen sind: Selbst die Kaltmiete für Wohnungen mit einfachem Standard ist demnach in Wiesbaden von 7,20 Euro pro Quadratmeter (im Januar 2015) auf 8,30 Euro (im April 2021) enorm angestiegen – ein Plus von 15,3 Prozent. Zum Vergleich: Die Verbraucherpreise haben im gleichen Zeitraum deutlich weniger zugelegt – nämlich um 9,8 Prozent, so das Pestel-Institut.

„Die neue Bundesregierung muss sich enorm ins Zeug legen und für mehr Wohnungen sorgen“, so Karl-Heinz Michel. Es fehlten vor allem bezahlbare Wohnungen und Sozialwohnungen – gerade auch in Wiesbaden.

„Die Situation in Wiesbaden ist damit Teil der bundesweiten Misere auf dem Wohnungsmarkt“, sagt auch Bundesvorsitzender Robert Feiger. Das Drehen an der Mietspirale müsse ein Ende haben. „Die Mieten müssen wieder runter. Dafür muss der Neubau aber deutlich nach oben gehen – vor allem bei den bezahlbaren Wohnungen und bei Sozialwohnungen“, fordert Feiger. Deshalb müsse die neue Bundesregierung „schleunigst ein dickes Wohnungsbau-Paket“ auf den Weg bringen.

„Damit das passiert, ist eine Botschaft wichtig: Das Wohnen fängt beim Wählen an“, so Feiger. Der IG BAU-Chef appelliert deshalb, „einen kritischen Blick in die Wahlprogramme der Parteien zu werfen und genau zuzuhören, was von denen kommt, die in den Bundestag und ins Kanzleramt wollen“. Es gebe Parteien, die bereits klare Zielmarken beim Neubau von Wohnungen gesetzt hätten. Andere dagegen blieben vage und vermieden konkrete Zahlen.

„Wohnungen kann man wählen. Gute Arbeit und eine ordentliche Rente übrigens auch“, sagt Feiger. Dazu startet die IG BAU jetzt einen „Lockruf in die Wahlkabine“ – mit Wahl-Clips und der Aufforderung: „… iXen gehen!“. Es sind Film-Spots mit skurrilen Szenen und kuriosen Charaktertypen – wie dem „Wohnungen-wählen“, der als grotesker Makler die Situation auf dem Wohnungsmarkt ebenso schräg wie spöttisch skizziert.

Die IG BAU will damit einen „Weckruf zur Wahl“ machen: „Es geht darum, die Probleme, die den Menschen auf den Nägeln brennen, klar auf den Punkt zu bringen – mit einem Augenzwinkern. Ob per Briefwahl am Küchentisch oder am 26. September in der Wahlkabine: Wichtig ist, dass die Menschen wählen gehen“, sagt der IG BAU-Bundesvorsitzende Robert Feiger.

Flankiert wird der Wahl-Clip durch Pressemitteilungen für die Kreise und Städte in Eurem BzV. Zusätzlich durch eine Bundes-Pressemitteilung. Robert Feiger macht den Wahl-Aufruf „... iXen gehen!“ im Film. Er wird auch in den PMs zitiert.

FILM-PLANUNG

Kurzer Ausblick auf das, was bis zur Wahl noch kommt.

Es folgen die Wahl-Clips ...

  • Arbeit: „Unglückrabe“
    igbau.de/Arbeit-wählen -> Online-/Social-Media-Start: Dienstag, 14. September, um 9.00 Uhr

 

  • Rente: „Marathon-Schufter“
    igbau.de/Rente-wählen -> Online-/Social-Media-Start: Dienstag, 21. September, um 9.00 Uhr

 

Makler
"Luxus-Loft-Dealer"

Foto: IG BAU [Das Bild ist in Druckqualität angehängt. Der Abdruck des Fotos ist honorarfrei. Ein Foto-Nachweis ist nicht erforderlich.]

Bau bietet der Krise die Stirn: Viele Neueinstellungen im Pandemie-Jahr Nr. 1

Die Baubranche im Bezirksverband hat sich im Pandemie-Jahr 2020 erfolgreicher als andere Branchen gegen die Krise gestemmt: Die Zahl der Baubeschäftigten lag am Jahresende bei 26.171. Damit gab es im ersten Corona-Krisen-Jahr 1.207 Bauarbeiter mehr. Das ist das Ergebnis einer Analyse unserer Gewerkschaft zur Beschäftigung in der Corona-Zeit.

„Der Bau hat in der Pandemie für Stabilität gesorgt. Er hat der Krise die Stirn geboten wie kaum eine andere Branche. Vom Wohnungs- bis zum Straßenbau hat der Bau eine gute Job-Perspektive geboten“, sagt Karl-Heinz Michel. Der Bezirksvorsitzende der IG BAU Wiesbaden-Limburg sieht die Bauwirtschaft als „Motor in der Krise“.

Der Bau im Bezirksverband habe sich deutlich besser entwickelt als die übrigen Wirtschaftszweige zusammengenommen: Ohne den Bau gerechnet stieg dort die Zahl der regulär Beschäftigten bis Ende 2020 auf 50.657. Gegenüber dem Vorjahr – und damit der Zeit vor Corona – ist dies immerhin noch ein deutlicher Zuwachs. 

„Die Bauwirtschaft spielt eine wichtige Rolle. Und das wird sich auch in den kommenden Jahren nicht ändern: Der Bau braucht künftig wieder mehr Leute. Vor allem Fachkräfte“, sagt der IG BAU-Bundesvorsitzende Robert Feiger. Bauindustrie und Bauhandwerk müssten sich hier „ins Zeug legen“ und für Nachwuchs sorgen. Der Bau habe eine Mammutaufgabe vor sich: „Allein beim Wohnungsbau schiebt die Branche einen enormen Berg von genehmigten, aber noch nicht gebauten Wohnungen vor sich her: Über 780.000 Wohnungen – so groß ist der aktuelle Bauüberhang. Allein in Hessen stehen rund 64.500 Wohnungen auf der ‚Bau-Warteliste‘“, so Feiger.

Darüber hinaus müsse sich die Baubranche auf ein „starkes Jahrzehnt der Sanierungen“ einstellen. Die neue Bundesregierung werde alles daransetzen müssen, deutlich mehr Klimaschutz-Sanierungen zu schaffen. „Auch der seniorengerechte Umbau von bestehenden Wohnungen drängt enorm. Es werden künftig viel mehr Seniorenwohnungen gebraucht als heute schon. Denn bald geht die Baby-Boomer-Generation in Rente“, sagt IG BAU-Chef Robert Feiger.

Auf den Bau komme eine Menge Arbeit zu. „Und dafür brauchen wir ordentliche Regeln: Die Arbeitsbedingungen und der Lohn müssen passen“, fordert Feiger. Die IG BAU setze sich genau dafür am Tariftisch ein. Trotzdem sei hier auch der Staat gefordert: Von den Arbeitszeiten über den Arbeitsschutz bis zum Kampf gegen Lohn-Dumping – die neue Bundesregierung habe wichtige Instrumente in der Hand, um „Wildwuchs im Arbeitsalltag“ zu bekämpfen.


"Die Baubranche ist der Motor der Wirtschaft."
"Die Baubranche ist der Motor der Wirtschaft."
Foto: IG BAU | Tobias Seifert
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Das Foto wird zur redaktionellen Verwendung im Kontext der IG
BAU-Berichterstattung überlassen. Der Abdruck des Fotos ist
honorarfrei. Auf die Nennung vom Rechteinhaber sowie vom
Fotografen kann verzichtet werden.]

Über 2.000 Ausbildungsplätze unbesetzt

„Viel Potential auf dem Bau“ | Branche attraktiver machen

Das neue Ausbildungsjahr startet – doch viele Firmen suchen weiterhin Nachwuchs: Im Bezirksverband Wiesbaden/Limburg sind von insgesamt rund 5.470 gemeldeten Ausbildungsstellen aktuell noch 2.090 Plätze zu vergeben.

Wir berufen uns dabei auf Zahlen der Arbeitsagentur und warnen  vor einer Verschärfung des Fachkräftemangels, sollte ein Großteil der Stellen unbesetzt bleiben – und rufen Berufsstarter dazu auf, sich insbesondere in der Baubranche umzusehen.

Laut Arbeitsagentur sind bei Hoch- und Tiefbauunternehmen in Hessen derzeit noch rund 500 Plätze frei. Das entspricht 51 Prozent aller gemeldeten Ausbildungsstellen.

Bezirksverbandsvorsitzender Karl-Heinz Michel fordert: "Mit Blick auf die laufenden Tarifverhandlungen in der Branche müssten die Bau-Berufe nach der Lehre noch attraktiver werden!"

Foto: IG BAU  [Das Bild ist in Druckqualität angehängt.  Der Abdruck des Fotos ist honorarfrei.  Ein Foto-Nachweis ist nicht erforderlich.]
"Bau-Berufe müssen nach der Lehre noch attraktiver werden"

Foto: IG BAU
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Zu viele Jobs mit Verfallsdatum!

Im Bezirksverband fast  1/3 aller Neueinstellungen befristet

Wenn der Job zur Zitterpartie wird: Infolge der Corona-Pandemie tragen Beschäftigte, die im Bereich des Bezirksverbandes Wiesbaden-Limburg einen befristeten Arbeitsvertrag haben, ein besonders hohes Risiko, ihre Stelle zu verlieren. 

Im vergangenen Jahr hatten sehr viele Neueinstellungen  ein Verfallsdatum. Von rund 22.600 Arbeitsverträgen, die im zweiten Quartal neu abgeschlossen wurden, waren etwa 6.320 befristet, so die Gewerkschaft unter Verweis auf eine aktuelle Auswertung des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung. In ganz Hessen hatten 48.000 von insgesamt 131.000 Neueinstellungen ein Ablaufdatum – eine Quote von 37 Prozent.

„Die Zahlen zeigen, dass auf dem heimischen Arbeitsmarkt etwas aus dem Ruder gelaufen ist. In der Corona-Krise können Befristungen für die Betroffenen leicht zur Falle werden, wenn Unternehmen solche Stellen nicht mehr verlängern“, sagt Karl-Heinz Michel, Bezirksvorsitzender unserer Gewerkschaft:

Nach Beobachtung des Gewerkschafters sind befristete Stellen in Branchen wie der Gebäudereinigung und der Landwirtschaft stark verbreitet. Junge Beschäftigte seien besonders häufig betroffen. „Wer als Berufseinsteiger eine Wohnung finden oder einen Kredit aufnehmen will, der hat mit einem befristeten Vertrag schlechte Karten. Wegen der Unsicherheit muss manchmal sogar der Wunsch nach eigenen Kindern vertagt werden“, kritisiert Michel.

Die IG BAU fordert die Bundesregierung dazu auf, ihr Versprechen aus dem Koalitionsvertrag umzusetzen und Befristungen ohne einen sogenannten Sachgrund einzudämmen. Als Sachgründe gelten etwa eine Schwangerschaftsvertretung oder eine Probezeit.

Ein aktueller Gesetzentwurf von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) sieht vor, dass sachgrundlose Befristungen künftig nur maximal 18 anstatt bisher 24 Monate andauern und in diesem Zeitraum nur noch einmal statt wie bisher dreimal verlängert werden dürfen. In Betrieben mit mehr als 75 Beschäftigten sollen solche Verträge auf höchstens 2,5 Prozent der Belegschaft begrenzt werden.

„Bisher stand die Union bei diesem Vorhaben auf der Bremse. Aber das Gesetz ist überfällig – und es bleiben nur noch wenige Wochen, um es in dieser Legislaturperiode durch den Bundestag zu bringen“, betont Gewerkschafter Michel. Die Pandemie habe gezeigt, dass neben den kaum abgesicherten Minijobs und Leiharbeitsverhältnissen auch Befristungen alles andere als krisenfest seien.

Nach Angaben des WSI waren im zweiten Quartal vergangenen Jahres im bundesweiten Durchschnitt gut 39 Prozent aller Neueinstellungen befristet. In der Altersgruppe bis 25 Jahren hatten knapp 51 Prozent aller neu abgeschlossenen Verträge ein Ablaufdatum (Azubis nicht mitgerechnet). Frauen sind häufiger von Befristungen betroffen als Männer, auch ein Migrations-hintergrund wirkt sich negativ aus, so das Institut für Arbeits-markt- und Berufsforschung (IAB). Im vergangenen Jahr wurden befristete Verträge laut IAB seltener verlängert, die Personal-abgänge nach Befristungsende stiegen an und die Zahl der Übernahmen in unbefristete Beschäftigung sank deutlich.

Berufseinsteiger
"Wer als Berufseinsteiger eine Wohnung finden oder einen Kredit aufnehmen will, der hat mit einem befristeten Vertrag schlechte Karten".

In der Reinigungsbranche sind befristete Stellen stark verbreitet – und werden für die Betroffenen oft zur Falle. Die IG BAU fordert ein Gesetz zu ihrer Eindämmung.

Foto: IG BAU
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Hohes Risiko für Saisonbeschäftigte in der Landwirtschaft

Gewerkschaft fordert besseren Schutz von Erntehelfern!

Die Gewerkschaft für die Interessen der Beschäftigten in der Landwirtschaft mahnt die Einhaltung der Arbeitsschutz- und Hygienevorschriften in der Landwirtschaft an.

„Saisonbeschäftigte in der Region, die in der Ernte und Aussaat arbeiten, tragen ein besonders hohes Risiko, an Covid-19 zu erkranken. Ein Großteil der Erntehelfer ist nach wie vor in Gemeinschaftsunterkünften untergebracht. Genauso gefährlich ist es, wenn Beschäftigte in Sammeltransporten zu den Feldern gefahren werden“, kritisiert Bezirksvorsitzender Karl-Heinz Michel.

Die Unternehmen müssten alles dafür tun, dass die Branche nicht zum Corona-Hotspot werde. Außerdem seien verstärkte Arbeitsschutz und Hygienekontrollen der Behörden notwendig. Saisonbeschäftigte dürften nicht ungeschützter sein als Menschen, die in Büros oder auf Baustellen arbeiteten.

„Mehrere Corona-Ausbrüche in der Fleischbranche, aber auch auf Bauernhöfen haben im vergangenen Jahr gezeigt, wie wichtig der Arbeits- und Gesundheitsschutz in der Pandemie ist“, so Michel.

Die überwiegend aus Osteuropa stammenden Saisonkräfte sorgten dafür, dass in den Supermärkten Spargel, Erdbeeren und Gurken nicht ausgingen. Dabei arbeiteten sie zu niedrigen Löhnen und häufig ohne Krankenversicherungsschutz. Nach einer neuen Regelung können Erntehelfer in diesem Jahr 102 statt wie bislang 70 Tage lang sozialversicherungsfrei in der Landwirtschaft arbeiten, was sie in ihrer sozialen Absicherung schlechterstellt, kritisiert die Gewerkschaft.

Juristischer Beistand für Bauleute und Reinigungskräfte in Krisenzeitenin Krisenzeiten

Die Rechtsschutzexperten der IG BAU Wiesbaden-Limburg waren im vergangenen Jahr stark gefragt. Insgesamt 182 Mal kamen die Beraterinnen und Berater unserer Gewerkschaft in der Region zum Einsatz.

„Vom Verdienstausfall durch Kurzarbeit über fehlende Atemschutzmasken im Job bis hin zu Problemen bei der Kinderbetreuung – Corona hatte zahlreiche Rechtsstreitigkeiten im Bezirksverband zur Folge“, so der Bezirksvorsitzende Karl-Heinz Michel.

Wegen der Pandemie habe ein Großteil der Beratungen per Telefon stattgefunden – hier verzeichnete die IG BAU Wiesbaden-Limburg einen Anstieg um 40 Prozent.

„Viele Streitfälle gab es in der Gebäudereinigung. Beschäftigte klagten über finanzielle Nöte wegen des niedrigen Kurzarbeitergeldes, Defizite beim Arbeitsschutz oder nicht gezahlte Löhne in der Quarantäne“, berichtet Michel.

In der Baubranche sei es unter anderem um vorenthaltene Corona-Prämien und unbezahlte Überstunden gegangen. Ein weiterer Schwerpunkt sei das Thema Kinderbetreuung gewesen.

„Bauarbeiter, Forstbeschäftigte und Reinigungskräfte können kein Homeoffice machen. Wenn Kitas und Schulen geschlossen sind, wird das für sie besonders zum Problem“, so Michel. Der Gewerkschafter appelliert an Beschäftigte aus den Branchen der IG BAU, sich auch in Pandemie-Zeiten um ihre Belange zu kümmern und die Hilfe der Gewerkschaft zu suchen. „Arbeitgeber dürfen die Krise nicht als Vorwand nutzen, um das Personal um seine Rechte zu bringen.“

Anspruch auf kostenlosen Rechtsschutz haben alle Gewerkschaftsmitglieder. Weitere Infos und Termine gibt es in den IG BAU-Büros Wiesbaden (Telefon: 06 11 – 8 70 23) und Limburg (Telefon: 0 64 31 – 2 60 25).

Bezirksvorsitzender Karl-Heinz Michel
Karl-Heinz Michel: "Beschäftigte klagen über finanzielle Nöte.."
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DGB Kreis­ver­band Wies­ba­den Rhein­gau
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