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Unsere Termine (Stand 25.03.2019)

März

28.03.2019, Mitgliederversammlung der Senioren Wiesbaden-Limburg, 10:00 h, IG BAU-Büro Wiesbaden
Tagesordnung:
1.) Bericht zur Arbeit im Jahr 2018 AK Senioren
2.) Vorstellung und Beschluss der Planung des AK für 2019
3.) Kollege Pitz informiert über die Arbeit des BSV und der hessischen
Seniorenvorstände
4.) Anregungen und Wünsche der Mitglieder
Alle Mitglieder über 55 Jahre aus dem Bezirksverband sind herzlich eingeladen!

April

04.04.2019, AK Senioren: Wanderung von Dotzheim nach Kohlheck zum Gasthaus Hirsch,
11.04.2019, AK Senioren: Busfahrt ab Bahnhof Wiesbaden um 13 Uhr nach Limburg mit anschließender Einkehr im Gasthaus Berghof
16.04.2019 Kreisverband Wiesbaden.Rheingau-Taunus, Mitgliederversammlung, IG BAU Büro Wiesbaden

Mai
02.05.2019 Wanderung der Senioren (siehe Unterseite "Senioren")

Alle IG BAU-Seniorinnen und Senioren sind herzlich eingeladen mitzumachen!
Anmeldung bei Kollege Artur Braun, Telefon 0611 501904


Termine des DGB Wiesbaden-Rheingau-Taunus findet ihr unter:

http://frankfurt-rhein-main.dgb.de/sv-kv/wiesbaden-rheingau-taunus/

SOKA-BAU: Haustarifverhandlungen stehen auf der Kippe!

Damit die Tarifverhandlungen nicht baden gehen...


...versammelten sich vor Kurzem wieder mehrere hundert Beschäftigte der SOKA-BAU vor dem Haupteingang. Ein Planschbecken mit Gummi-Enten und ein Bodentransparent unterstrichen, worum es ging: die Haustarifverhandlungen stehen auf der Kippe.

Die Verhandlungen waren vor 2 Monaten abgebrochen worden, weil sich die Arbeitgeberseite weigerte, über die Forderung nach einem Aufwandsausgleich für Gewerkschaftsmitglieder zu verhandeln. Das ist die Hauptforderung der IG BAU-Mitglieder im Haus, die daneben auch noch 6% Gehaltssteigerung bei 12 Monaten Laufzeit und ein volles 13. Monatseinkommen fordern.

Die Beschäftigten machten ihrem Unmut über die Haltung der Arbeitgeber mit Sprechchören Luft: "PLUS ist Muss!", "6 Prozent, wir sind es wert!", begleitet von jeder Menge Trillerpfeifen.

Klaus Döring, IG BAU-Betriebsgruppenvorsitzender, erschien passend zum Motto der Veranstaltung im Bademantel. Er verwies auf die Wiederaufnahme der Verhandlungen am folgenden Tag und forderte den Arbeitgeber auf, sich dann bezüglich des Aufwandsausgleichs für Mitglieder der IG BAU zu bewegen. "Es geht uns keineswegs um eine Besserstellung der IG BAU-Mitglieder. Unsere Mitglieder zahlen von ihrem Einkommen bei SOKA-BAU die Mitgliedsbeiträge an die Gewerkschaft, die wiederum die Tarifverträge aushandelt." Der Arbeitgeber zahle aber auch den Unorganisierten die tarifvertrglich vereinbarten Entgelte. Ergo haben die Mitglieder zusätzliche Aufwände und dafür wollen die IG BAU-Mitglieder einen Ausgleich. Dies sei mehr recht als billig, so Klaus Döring.

Klaus-Dieter Körner, stellvertretender Regionalleiter der IG BAU Hessen, brachte sein Unverständnis über die Arbeitgeberhaltung zum Ausdruck. Gerade bei den Sozialkassen, die es ohne die IG BAU überhaupt nicht gäbe, sei eine solche starre Haltung zu den Forderungen der IG BAU nicht nachzuvollziehen.

Zum Abschluss der Veranstaltung appellierte Klaus Döring an die versammelten Beschäftigten: "Lasst Euch nicht auseinanderdividieren! Dann können die Tarifverhandlungen auch nicht baden gehen!"

...damit die Tarifverhandlungen nicht baden gehen. Beschäftigte stellen ein Planschbecken mit Gummi-Entchen auf.

Text und Bild: Klaus Döring

Austausch mit den aktiven KollegInnen!

Arbeits-Bezirksverbandstag in Idstein

Zu einem Arbeits-Bezirksverbandstag trafen sich am 23. März aktive KollegInnen. Vorsitzender Karl-Heinz Michel begrüßte die Aktiven des Bezirksverbandes in der Stadthalle in Idstein zu einem Austausch über die Arbeit in den Fachgruppen, Arbeitskreisen sowie Stadtverbänden.
(weiterer Bericht folgt)

Foto: IG BAU (ck)

Das PLUS ist ein MUSS!

Haustarifverhandlungen bei SOKA-BAU abgebrochen!

Bei den Sozialkassen der Bauwirtschaft (SOKA-BAU) in Wiesbaden tut sich was. Die
IG BAU-Betriebsgruppe hatte für den 07.02.2019 dazu aufgerufen, die Forderungen der Tarifkommission zu unterstützen. Klaus Döring von der Betriebsgruppe hatte von der aktuellen Tarifverhandlung allerdings nichts Gutes zu berichten: Nach insgesamt drei Gesprächsrunden sind die Verhandlungen über einen neuen Haustarifvertrag ohne ein Ergebnis abgebrochen worden.

Über 200 Kolleginnen und Kollegen hatten sich vor dem Haupteingang versammelt und machten mit Trillerpfeifen und Sprechchören ihrem Unmut Luft. Klaus Döring begrün- dete erneut die berechtigten Forderungen der Betriebsgruppe

- ein deutliches PLUS für Gewerkschaftsmitglieder
- 6% mehr Gehalt für 12 Monate
- ein volles13. Monatseinkommen.

Die Arbeitgeberseite hat ihrerseits für 24 Monate Anpassungen im Bereich der Inflationsrate angeboten und war bereit über das 13. Monatseinkommens zu reden. Kategorisch abgelehnt hat sie aber die Forderung nach einem Mehrwert für Gewerkschaftsmitglieder.

Die Kolleginnen und Kollegen, die am Donnerstag demonstrativ vor die Tür gingen, machten klar, dass sie sich das nicht gefallen lassen. Diejenigen, die die IG BAU als Tarifpartei unterstützen, sollen dafür auch eine Wertschätzung erhalten. Klaus Döring rief dazu auf, dass sich die Belegschaft nicht auseinanderdividieren lassen solle. „Die Belegschaft muss gemeinsam dafür einstehen, dass die Tarifverhandlungen im Sinne der Beschäftigten weitergeführt werden. Nur das kann den Arbeitgeber veranlassen, sich zu bewegen“, so Kollege Döring in der Kundgebung. Der Verhandlungsführer der IG BAU bei den Haus-tarifverhandlungen, Thomas Kurtze vom Bundesvorstand, betonte bei der Kundgebung, dass ein PLUS für Gewerkschaftsmitglieder inzwischen in vielen Tarifverträgen vereinbart wurde, so auch in allen anderen Sozialkassen. Die ablehnende Haltung der Arbeitgeberseite zu dieser Forderung sei nicht nachvollziehbar!

Über 200 Kolleginnen und Kollegen bei SOKA-BAU bekunden ihren Unmut über den Abbruch der Haustarifverhandlungen.

Bild und Text: Klaus Döring

Stress und Überstunden= Krankenstand steigt!

Beschäftigte im Bezirksverband im Schnitt fast 110 Tage krank im Jahr

Grippe zum Winterende, Rückenbeschwerden, Unfall am Arbeitsplatz: Im gesamten Bezirksverband Wiesbaden waren Beschäftigte im vorletzten Jahr durchschnittlich zwischen 16 (in Wiesbaden) und 21 Tage (im Westerwaldkreis) lang krankgeschrieben. Das geht aus der Statistik der Betriebskrankenkassen (BKK) hervor.

Der Krankenstand – also der durchschnittliche Anteil der Krankgeschriebenen pro Tag liegt im Bezirksverband damit zwischen 4,3 und 5,8 %. Die bundesweite Quote liegt im Schnitt bei 4,9 Prozent.

Nach Einschätzung unserer Gewerkschaft geht ein wachsender Teil der Krankmeldungen auf eine höhere Arbeitsbelastung zurück. „Die gute Konjunktur und fehlende Fach-kräfte sorgen dafür, dass Überstunden immer häufiger zum Normalfall werden. Doch Termindruck und Stress machen auf Dauer krank“, sagt Bezirksvor-sitzender Karl-Heinz Michel. Wer ohnehin am Limit arbeite, der sei auch anfälliger etwa für eine Erkältung.

„Gerade im Baugewerbe ist die Arbeitsbelastung wegen der vielen Aufträge derzeit
enorm. Und in der Reinigungsbranche ist es gang und gäbe, dass Beschäftigte
regelrecht im Wettkampf gegen die Uhr putzen müssen“, so Michel. Hinzu kommt:
Dort, wo der Arbeitsdruck hoch ist, gehen nach Beobachtung der Gewerkschaft viele Beschäftigte auch dann zur Arbeit, wenn sie krank sind. In einer aktuellen
Untersuchung des DGB gaben bundesweit zwei Drittel der Befragten an, trotz
Krankheit gearbeitet zu haben.

Die Zahl der Erkältungen steigt zum Ende des Winters an. Aber viele Krankentage gehen auch auf das Konto von Stress und hoher Belastung im Job.
Foto: IG BAU

"Demokratie verteidigen: Jetzt"

Neujahrsempfang beim Kreisverband Wiesbaden-Rheingau-Taunus

Zum traditionellen Neujahrsempfang am 24.01.2019 begrüßte Stefan Heinemann 30 interessierte Kolleginnen und Kollegen in den Räumen unserer Geschäftsstelle in Wiesbaden.

Unter den Gästen waren Sascha Schmidt, der Vorsitzende von DGB-Kreises Wiesbaden-Rheingau-Taunus und Mechthilde Coigné, Stadtverordnete von der Fraktion der Linken & Piraten begrüßen.

Als Gastredner referierte unser Bildungsreferent Franz Uphoff zum Thema "Demokratie verteidigen: Jetzt! - Gilt das auch für mich?" Das Thema fand sehr interessierte Zuhörer, die auch intensiv miteinander darüber diskutierten.

Tradtion: Die Einladung wurde an alle Kolleginnen und Kollegen in Wiesbaden, im Rheingau und im Untertanus versandt.

Aufmerksame Zuhörer: Die Kolleginnen und Kollegen lauschten aufmerksam des Ausführungen des Referenten.

Analyse:Die Unzufriedenheit wächst, stellt Franz Uphoff fest. Anhand eines Schaubildes erläutert er die 3/3 Gesellschaft: Unterklasse -Alte Mittelklasse- Neue Mittelklasse- Oberschicht.

Bilder: IG BAU


Mehr Flocken fürs Putzen!

9.980 Beschäftigte in unserem Bezirksverband profitieren – hessenweit 73.000.

Lohn-Plus fürs Wischen und Fensterputzen: fast 10.000 Reinigungskräfte in unserem Bezirksverband bekommen ab sofort mehr Geld. Zum Januar ist der spezielle Mindestlohn in der Gebäudereinigung auf 10,56 Euro pro Stunde gestiegen – 2,5 Prozent mehr als bisher.

Glas- und Fassadenreiniger kommen nun sogar auf einen Stundenlohn von 13,82 Euro.
Das teilt die IG BAU mit. In ganz Hessen profitieren demnach knapp 73.000 Beschäftigte
von der Lohnerhöhung. Das Plus ist für alle Reinigungsfirmen verpflichtend.

„Wer täglich Schulen, Büros und Krankenhäuser sauber hält, macht einen harten Job.
Dafür gibt es jetzt einen verdienten Zuschlag“, sagt Karl-Heinz Michel. Der Vorsitzende
der IG BAU im Bereich Wiesbaden-Limburg rät den Beschäftigten zum Lohn-Check. Mit
der Januar-Abrechnung müsse das zusätzliche Geld auf dem Konto sein. „Auch
Minijobber sollten genau hinschauen. Durch das aktuelle Lohn-Plus verringert sich ihre
Arbeitszeit“, erklärt Michel. Um auf 450 Euro im Monat zu kommen, müssten sie nun eine
Stunde im Monat weniger arbeiten.

Die IG BAU fordert, auch die Arbeitsbedingungen für Reinigungskräfte deutlich attraktiver
zu machen. Darüber verhandelt die Gewerkschaft aktuell mit den Arbeitgebern. Im
Mittelpunkt steht hierbei die Eingruppierung in die richtige Lohngruppe. „Viele
Beschäftigte, die eine Fachausbildung haben, verdienen aktuell zu wenig. Das soll sich
ändern“, so die Gewerkschaft. Eine mehrjährige Ausbildung müsse sich auch lohnen –
genauso wie die Anerkennung der Berufserfahrung. Bisher zähle hier vor allem die
Tätigkeit. Außerdem soll es in der Gebäudereinigung – wie in den meisten Branchen – ab
diesem Jahr ein Weihnachtsgeld geben.

Mehr Euros für die Arbeit mit dem Wischmopp: Ab Januar bekommen Reinigungskräfte mindestens 10,56 Euro pro Stunde. Die Gebäudereiniger-Gewerkschaft IG BAU rät zum Lohn-Check.

Foto: IG BAU

1.700 Dachdecker im Bezirksverband erhalten ein kräftiges Lohn-Plus

Verdienste steigen um 5,6 Prozent
 
Lohn-Plus auf heimischen Dächern: Die 1.700 Dachdecker in unserem Bezirksverband bekommen ab sofort mehr Geld. Ihre Löhne steigen um insgesamt 5,6 Prozent. Ein Dachdeckergeselle erhält ab Dezember ein erstes Plus von 2,7 Prozent und hat damit am Monatsende 85 Euro mehr in der Tasche. Auszubildende bekommen pro Lehrjahr 80 Euro extra im Monat. Im Oktober steigen die Einkommen ein weiteres Mal – dann um 2,9 Prozent.
 
Das war ein „überfälliger Schritt“ für die Branche. „Das Baugewerbe erlebt derzeit einen Boom. Davon profitieren auch viele Dachdeckerbetriebe in der Region“, so Bezirkschef Karl-Heinz Michel. Jetzt erhielten die Beschäftigten einen fairen Anteil an der Umsatzentwicklung. Außerdem werde das Dachdeckerhandwerk durch steigende Löhne deutlich attraktiver. „Das ist ein wichtiger Beitrag, um künftig die dringend gesuchten Fachleute für die schwere Arbeit auf dem Dach zu gewinnen“, ist Michel überzeugt. Außerdem werden Ausbildungsbetriebe je nach Zahl der Azubis künftig noch stärker bezuschusst.
 
Die Tarifverhandlungen zwischen IG BAU und Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks (ZVDH) standen mehrfach kurz vor dem Scheitern. Am Ende entschied ein Schlichter. Anspruch auf das Lohn-Plus haben Beschäftigte, die in der Gewerkschaft sind und deren Betrieb der Dachdeckerinnung angehört. Für Gewerkschaftsmitglieder gibt es außerdem eine Einmalzahlung von 360 Euro.
 
Außerdem steigen zum Januar die Mindestlöhne in der Branche. In Dachdeckerbetrieben, die keinen Tariflohn zahlen, kommt ein Geselle dann auf einen Lohn von 13,20 Euro pro Stunde (plus 2,3 Prozent). Der tarifliche Stundenlohn liegt bei 18,57 Euro.

Mehr Euro fürs Eindecken: Ab sofort steigen die Löhne für Dachdecker.
Foto: IG BAU

Fairer Wettbewerb- faire Arbeit!

Politiker-Gespräche in Wiesbaden

Zwischen Juni und Ende September 2018 trafen sich die Wiesbadener Landtags-kandidaten der Bündnis90/Die Grünen, der Partei Die Linke der SPD und der CDU mit Kollegen aus der Arbeitsgruppe Fairer Wettbewerb*). Anlass der Gespräche waren Forderungen der IG BAU im Rahmen der Bewertung und Begutachtung (Evaluierung) des Hess. Vergabe – und Tariftreuegesetz (HVTG). Ziel der Gespräche war es, heraus-zufinden, ob die Landtagskandidaten diese Forderungen unterstützen.

Im Rahmen des Gesetzgebungsverfahrens für das HVTG wurde vereinbart, dass in diesem Jahr (vor den Landtagswahlen) das Gesetz evaluiert und -je nach Wirkungs-grad- überarbeitet wird. Auch auf Seiten der IG BAU wurden Ansatzpunkte gesammelt und daraus notwendige Änderungen des Gesetzes formuliert. Wir fordern zum Beispiel, dass Firmen im Bieterverfahren eine sogenannte Unbedenklichkeits-bescheinigung der Sozialkassen des Bau- und Baunebengewerbes vorlegen müssen, dass die Untervergaben (Einsatz von Subunternehmen) begrenzt werden und dass zusätzliche Kontrollmechanismen und kommunale Kontroll- und Prüfstellen eingerichtet werden.

Als Ergebnis der Gespräche stellt der „Arbeitskreis Fairer Wettbewerb“ fest, dass unsere Forderungen bei fast allen Gesprächspartnern mit Interesse aufgenommen worden sind. Einige Parteien sind inzwischen selbst aktiv geworden und mit eigenen Forderungen an die Öffentlichkeit getreten (Die Linke). Bei der SPD und bei den Grünen signalisierte man uns Unterstützung. Die CDU-Kandidaten konnten sich nicht allen Forderungen der IG BAU anschließen; man gab uns aber zu verstehen, dass man zu weiteren Gesprächen mit uns bereit sei.

*) Mitglieder der Arbeitsgruppe Fairer Wettbewerb: Klaus Döring, Christoph Kappel, Michael Leschnik, Manfred Mahle, Karl-Heinz Michel und Heiko Oberthür

Mitglieder der "Arbeitsgruppe Fairer Wettbewerb" sprachen mit den Kandidaten von Wiesbadener Parteien über unsere Forderungen zum Hessischen Vergabe-und Tariftreuegesetz.

Bild: Hessischer Landtag

Maschinen statt Menschen?

Auswege aus der Rationalisierungsfalle

Jeder von uns hat sich schon mal Gedanken über die Auswirkungen einer Digitalisierung der Arbeitswelt gemacht. Unter dem Titel: „Maschinen statt Menschen? Auswege aus der Rationalisierungsfalle“ führte unsere Betriebsgruppe bei SOKA-BAU (Sozialkassen der Bauwirtschaft) vor Kurzem in Wiesbaden eine Veranstaltung durch. Franz Uphoff, Bildungsreferent der IG BAU, ein ausgewiesener Digitalisierungsexperte der IG BAU, referierte über Entwicklungstendenzen, Konfliktfelder und Handlungsmöglichkeiten aus gewerkschaftlicher Sicht.

Die gut besuchte Veranstaltung machte die Dimensionen des Themas deutlich: Mittels neuer Geschäftsmodelle auf Basis der Vernetzungs-Möglichkeiten des Internets werden neue Produktions- und Arbeitsverfahren sowie Dienstleistungen eingeführt. Bekannte Beispiele sind Amazon, Uber oder Airbnb. Diese gehen oft einher mit brutalem Wettbewerb, prekärer Beschäftigung, Scheinselbständigkeit, Lohndumping und Daten-missbrauch. Aber ist das eine notwendige Begleiterscheinung der Digitalisierung? Müssen nicht eher die Rahmenbedingungen reguliert werden?

Franz Uphoff erläutert seine Auffassung, dass es darum gehen muss, die Digital-isierung im Sinne der Arbeitnehmer zu gestalten, nicht sie zu bekämpfen. Hier sind die Gewerkschaften gefragt, eine Strategie zur Durchsetzung von fairer und humaner Arbeit zu entwickeln. Es braucht eine breite Bewegung; Gewerkschaften sollten die Organisatoren und Koordinatoren dieser Bewegung sein!

Die Teilnehmer diskutierten weit über den vorgegebenen Zeitrahmen hinaus darüber, wie dies gelingen könnte. Sie waren sich einig, das Thema weiter zu verfolgen und die Diskussion fortzusetzen.

Es müsse den Gewerkschaften darum gehen, die Digitalisierung im Sinne der Arbeitnehmer zu gestalten statt sie zu bekämpfen. Die Gewerkschaften seien gefragt, eine Strategie zur Durchsetzung von fairer und humaner Arbeit zu entwickeln, so Franz Uphoff von der IG BAU.

Foto: IG BAU

Bau-Mindestlohn steigt auf 14,95 Euro pro Stunde

Für 1.103 Bauunternehmen im Bezirksverband gilt neuer Lohn-Sockel

Höheres Lohn-Fundament auf dem Bau: Für die 12.030 Bauarbeiter aus dem gesamten Bezirksverband Wiesbaden-Limburg gilt ab sofort ein höherer Mindestlohn. Gelernte Maurer, Zimmerer und Co. müssen nun mindestens 14,95 Euro pro Stunde bekommen. Damit stehen am Monatsende 43 Euro mehr auf dem Lohnzettel.

Die IG BAU Wiesbaden-Limburg spricht von einem „wichtigen Schritt“ für Tausende Beschäftigte in der Region. „Der Bau brummt. Die Geschäfte laufen so gut wie seit vielen Jahren nicht mehr. Jetzt bekommen die Bauarbeiter etwas von den steigenden Umsätzen ab“, sagt Bezirksvorsitzender Karl-Heinz Michel. An die Untergrenze müssen sich alle 178 Bauunternehmen in Wiesbaden halten.
 
Gestiegen ist außerdem der Helfer-Lohn auf dem Bau. Wer ohne abgeschlossene Berufsausbildung arbeitet, hat nun Anspruch auf einen Stundenlohn von 11,75 Euro. Michel: „Die Beschäftigten sollten jedoch genau prüfen, welche Bezahlung ihnen zusteht. Oft versuchen Betriebe, Facharbeiter mit dem Helfer-Lohn abzuspeisen. Doch das ist illegal.“
 
Entscheidend für die fair bezahlte Arbeit auf dem Bau sei ohnehin nicht der Mindest-, sondern der Tariflohn. Der liegt zurzeit bei 19,51 Euro pro Stunde. Antworten auf alle Fragen rund um den Lohn bietet die Info-Hotline der IG BAU unter 0391 / 40 85 232.

Bauarbeiter bekommen ab sofort einen höheren Mindestlohn. Die Untergrenze für Facharbeiter steigt auf 14,95 Euro pro Stunde, teilt die IG BAU Wiesbaden-Limburg mit.
Foto: Hermann Diller/ IG BAU

Bei Streit mit dem Chef: Rechtsexperten der IG BAU kontaktieren!

Rechtshilfe für Beschäftigte im Bezirksverband

Juristischer Beistand bei Problemen im Job: Im letzten Jahr waren die Rechtsberater der
IG BAU Wiesbaden-Limburg in insgesamt 416 Fällen aktiv. Die Rechtsschutz-Experten
der Gewerkschaft standen Beschäftigten auch aus Wiesbaden zur Seite, wenn es Ärger
mit dem Chef oder der Bürokratie gab.

„Für volle Terminkalender sorgten Rechtsfragen von A wie Abmahnung bis Z wie
Zeugnisverweigerung“, berichtet der IG BAU-Bezirksvorsitzende Karl-Heinz Michel. Auch
zu spät oder gar nicht gezahlte Löhne seien 2016 häufig Thema gewesen, so der
Gewerkschafter. Viele Arbeitgeber hätten den Beschäftigten Sonderzahlungen wie das
Weihnachtsgeld oder Feiertagszuschläge vorenthalten. „Behördenentscheidungen wie
fehlerhafte Hartz-IV-Bescheide, Rentenberechnungen oder Schwerbehinderten- anerkennungen bargen ebenfalls oft Konfliktpotenzial“, so Michel weiter.

Häufig sei gerade die Reinigungsbranche von Streitigkeiten betroffen: „Angeordnetes
Turbo-Putzen ohne Zahlung der Mehrarbeit ist leider nach wie vor ein Trend bei vielen
Firmen“, beklagt die IG BAU. Aber auch Bauarbeiter, Garten- und Landschaftsbauer,
Maler und Lackierer bis hin zu Floristen hätten oft nach fachlicher Hilfe gefragt. Die
Gewerkschaft rät den Beschäftigten, sich weder von Chefs noch von Behörden
einschüchtern zu lassen.

Termine für die Rechtsberatung können vereinbart werden in den IG BAU-Büros in
Wiesbaden (Telefon: 06 11 – 8 70 23) und Limburg (Telefon: 0 64 31 – 2 60 25).

IG BAU-wir setzen uns für Dich ein. Klick hier und hole dir Rat
http://www.igbau.de/Binaries/Binary10077/FB_Rechtsschutz_03_2010.pdf

Sachkundige Hilfe bei Rechtsstreitigkeiten im Job: Die Rechtsberatung der IG BAU Wiesbaden-Limburg hilft bei Ärger mit Chef oder Behörden. Das gibt Bauarbeitern, Malern oder Gebäudereinigerinnen Orientierung im Paragrafen-Dschungel.
Foto: IG BAU

Öfnnungszeiten unserer Büros

Mitgliederbüro Wiesbaden
Telefon: 0611/87023
Fax: 0611/87058
E-Mail: wiesbaden@igbau.de
Salierstraße 25, 65189 Wiesbaden

In der Zeit ab Mai 2018 kann unser Büro nicht wie gewohnt besetzt sein. Bitte beachte die geänderten Öffnungszeiten:

Montag 17.09.2018 geschlossen!
sonst: 10:00 - 12:30 und 14:00 - 17:00 h

Dienstag geschlossen!

Mittwoch wie folgt:
12.09.2018 und 19.09.2018:
09:30 - 12.30 und 14:00 - 16:00 h

Donnerstag: 06.09.2018 geschlossen
sonst: 09:30 -12.30 - 14:00 -17:30 h

Freitag geschlossen!
Mitgliederbüro Limburg
Tel.: 06431/26025
Fax.: 06431/27967
E-Mail: limburg@igbau.de
Westerwaldstr. 111, 65549 Limburg

In der Zeit ab Mai 2018 ist unser Büro wie folgt besetzt:

Montag geschlossen!

Dienstag geschlossen!

Mittwoch
27.08.2018 von 08:30 - 16:30 h
29.08.2018 von 08:30 - 16:30 h
12.09.2018 von 08:30 - 16:30 h
26.09.2018 von 08:30 - 16:30 h

Donnerstag geschlossen!

Freitag: von 08:00 - 11:30 h

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Telefonisch sind wir erreichbar (Telefon: 0611/87023).
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