Frauen


Aufruf zum Internationalen Weltfrauentag 2017

Der 8. März steht symbolisch für die Erfolge der Frauenbewegung. Unser Leben in Deutschland unterscheidet sich sehr stark von dem unserer Großeltern: Frauen sind rechtlich gleichgestellt mit den Männern. Sie liegen in der Bildung vorn und alle Berufswege stehen ihnen offen. Es gibt mehr Frauen in Führungsfunktionen und mehr Männer, die eine partnerschaftliche Teilung der Erwerbs- und der Familienarbeit wollen.
Gleichzeitig steht der Internationale Frauentag für das, was wir noch nicht erreicht haben. Die Verteilung des gesellschaftlichen Reichtums ist skandalös, auch in unserem Land. Frauen und ihre Kinder sind am stärksten von Armut betroffen. Nicht einmal jede zweite Frau kann langfristig selbst ihren Lebensunterhalt sichern.

Frauen leisten mehr unbezahlte Arbeit und sind überproportional im Niedriglohnbereich beschäftigt. Ihre Leistungen für die Gesellschaft werden nicht angemessen anerkannt. Der diesjährige „Equal-Pay-Day“ am 18. März 2017 markiert das Datum, bis zu dem die Frauen (nach)arbeiten müssen, um durchschnittlich das gleiche Einkommen des Vorjahres der Männer zu erreichen. Liegt die Entgeltlücke derzeit bei 21 Prozent, so ist die Rentenlücke mit über 40 Prozent noch sehr viel größer. Altersarmut in Deutschland ist in erster Linie weiblich.

Weltweit erleben mehr als eine Milliarde Mädchen und Frauen Unterdrückung und Gewalt. Ihnen wird Bildung verweigert und das Recht auf ein eigenständiges Leben. Sie werden geschlagen, zu Sex gezwungen oder in anderer Form misshandelt, meist von Tätern aus ihrem sozialen Umfeld. In vielen Ländern wird die Gewalt an Frauen als „Kavaliersdelikt“ behandelt. Frauenrechte sind Menschenrechte. Es ist unsere gemeinsame Aufgabe, diese Rechte zu verwirklichen!

„WIR verändern“ lautet das DGB-Motto zum 8. März 2017. „WIR verändern“ heißt: Nicht jammernd oder resigniert darauf warten, dass die Politik, die Gewerkschaft oder wer auch immer die Ungerechtigkeit beendet. „WIR verändern“ heißt: Ich setze mich in meinem Betrieb, in meinem Umfeld dafür ein, dass WIR gemeinsame Ziele erreichen:
Soziale Gerechtigkeit und Gleichstellung waren von jeher wesentliche Werte des Internationalen Frauentags. Die ursprüngliche Forderung nach „Brot und Rosen“ gilt nach wie vor. Es sind Symbole für das Lebensnotwendige und das, was das Leben erst lebenswert macht - Schönheit, Musik, Kunst, Bildung, Freundschaft, Muße, Liebe…

„Brot und Rosen“ - diese Symbole tragen unser Engagement das ganze Jahr. WIR alle sind gefordert zu einer Veränderung beizutragen, uns einzusetzen für faire Arbeit und ein gutes Leben!

Herzlichst
Ulrike Laux Cornelia Janisch
Mitglied des Bundesvorstands der IG BAU Bundesfrauenvorsitzende der IG BAU

Termine 2017














































    IG BAU-Frauen: Reif für die Insel

    Gemäß unseres bewährten Mottos „Reif für die Insel“ verbrachten wir, 33 IG BAU-“Mädels“ aus ganz Bayern am 06. August einen interessanten, lehrreichen und entspannenden Tag in Augsburg. Startpunkt unseres Rundgangs durch die beeindruckende Stadt war die Fuggerei, die erste Sozialsiedlung der Welt.
    Zwischen 1516 und 1523 ließen die Fugger 52 Wohnungen bauen, die für den Wochenlohn eines Handwerkers, als Jahreskaltmiete, an Bedürftige vermietet wurden. Heute beträgt die Jahreskaltmiete 0,88 €, aber jeder Mieter muss dreimal täglich beten. Überprüft wird allerdings nicht, ob wirklich so viel gebetet wird.

    Nach der Besichtigung des Domes und seiner Kunstschätze stärkten wir uns im Biergarten am Zeughaus mit Krustenbraten und anderen Spezialitäten Schwabens. In Gruppen bummelten wir dann durch die Altstadt und genossen unsere gemeinsame Zeit mit Shoppen, Kaffee trinken, Ratschen, aber auch Fachgesprächen sehr intensiv.

    Dank sei gesagt den einfallsreichen Initiatorinnen und Organisatorinnen unserer Ausflüge. Wir freuen uns schon jetzt auf das nächste „Reif für die Insel“.

    Foto: Susanne Held






    „Dass die meisten Unternehmen Frauen schlechtere Chancen bieten, kann keiner verstehen!“